Passt die Domaine "Au Village" auch für Sie?

Für Ruhestandspferde oder Pferde mit beginnenden, haltungsbedingten Gesundheits- und Rittigkeitsproblemen ist die Domaine Au Village ein guter Ort. 

Denn diese Pferde stellen höhere Ansprüche an die Betreuung: Sie müssen häufiger und individuell gefüttert werden, sie benötigen besondere Aufmerksamkeit oder eine spezielle Betreuung. Pferden mit beginnenden, haltungsbedingten Gesundheits- und Rittigkeitsproblemen tut ein stressfreies Umfeld gut, viele brauchen eine medizinische Versorgung oder eine osteopathische Betreuung.

Diesen Service können die meisten Einstellbetriebe aus wirtschaftlichen Gründen nicht erbringen, dafür fehlt einfach die Zeit und häufig oft auch die Lust. Nachteilig auf die Gesundheit insbesondere von Ruheständlern wirkt auch der häufige Pferdewechsel in Reitbetrieben. Denn wichtig für sie sind vor allem Konstanz und Ruhe und Artgenossen als Freunde, mit denen sie sich beim ausgedehntem Weidegang ruhige und gleichmäßige Bewegung verschaffen können.

Leider hält sich bei vielen Pferdebesitzern immer noch hartnäckig der Glaube, dass ältere oder auch unreitbare Pferde billig abgestellt werden können. Natürlich entfallen für den Pferdebesitzer die Kosten der reitsportlichen Einrichtungen wie Reithalle, Springparcours oder Führanlage. Demgegenüber steht aber der erhöhte Aufwand für Pflege und medizinische Versorgung, wie auch die Ansprüche an die Ausstattung der Anlage, damit eine wirklich artgerechte Haltung gelingt.

All das erfordert Zeit bei der Haltung und Investitionen in die Haltungsbedingungen. Ein billiges Abstellen lässt sich daher mit einer individuellen Betreuung und einer artgerechten Haltung, Fütterung, Pflege sowie medizinisch- osteopathischen Versorgung nicht vereinbaren. Pferdebesitzer, die also lediglich einen billigen Abstellplatz für ihr Pferd suchen, sind bei der Domaine "Au Village" daher eher nicht richtig. 

Chronik: die Domaine "Au Village"

Die Domaine „Au Village“ liegt am Rand des 400-Seelendorfes Ponthaux. Wie ein Wahrzeichen ragt der Turm des großen Silos mit der Schweizer Fahne über die Dächer des Hofes. Die Domaine gehört zu den grösseren Landwirtschaftsbetrieben des Kantons Freiburg: 92 Hektar Betriebsfläche einschließlich ökologischer Ausgleichsflächen, einem Anteil Wald sowie den dazugehörigen Gebäuden.

Schon in den 60er Jahren, also vor dem Erwerb des Gutes hatten Hofverkäufe zur Zusammenlegung von drei Höfen zum heutigen Betrieb und damit zur heutigen Größe der Domaine Au Village geführt. Die Domaine, in den 1980er Jahren von Guido Ernesto Niggeler gekauft, ist seit Oktober 2000 im Besitz von Fredy Niggeler. 

Das stattliche Berner Bauernhaus aus dem 18 Jahrhundert wurde unter voller Bewahrung des Erscheinungsbildes innen vollständig renoviert und gilt heute als eines der schönsten der Gegend.

Nachhaltig: Ackerbau und Viehzucht

In Zusammenhang mit dem heutigen Pächter, Christian Moser, wurde der Hof modernisiert und für die Zukunft vorbereitet. Auf der Domaine „Au Village“ wird Ackerbau, Munimast und eine Fohlenweide betrieben. 

Dabei entspricht die Haltung der Tiere den Vorstellungen der Konsumenten: Die Kälber werden frei in Gruppen auf Stroh gehalten, die Munis bewegen sich auf Tiefstreu in einem grosszügigen Innen- und Aussen- Freilaufstall. 

Beeindruckend: die artgerechte Haltung

Die Anbauflächen ermöglichen der Domaine, für die Muni-Mast ihr eigenes Futter zu produzieren. Die gute topografische Lage des Hofs erleichtert dabei den Maschineneinsatz: Seit 1978 erfolgt das Einbringen des 

Strohs mit modernsten Maschinen nach industriellen Gesichtspunkten. Das Stroh wird in der Tierhaltung zur Tiefstreu verwendet und bildet anschließend den natürlichen Dung für die Felder. In den Ställen, allem voran im Kälberstall, hat längst der Computer Einzug gehalten. Mit Einführung des Futterautomaten konnten die Veterinärkosten gegenüber konventioneller Fütterung, bei der die Tiere durch Mangel- und Überernährung erheblich krankheitsanfälliger sind, um 80% gesenkt werden.

Verantwortungsbewusst: die Pferdehaltung

Dank der Grösse des Betriebs und der Umnutzung bestehender Gebäude wird schon seit Jahren ein zusätzlicher Nebenverdienst durch die Pension von 30 Pferden erwirtschaftet. 

In den vergangenen Jahren kamen die Freiberger und Halbblutpferde im Alter von sechs Monaten auf den Hof und blieben rund zwei Jahre auf der Domaine „Au Village“, wo sie bei großzügigem Auslauf lernten, sich in der Herde zu behaupten.

Mit Allegra Niggeler als neuer Inhaberin des Pferdebetriebes bekommt die Domaine "Au Village" nun ein neues Konzept.​

Besonders: der Aktivstall PLUS

 In Zukunft sollen in der Pferdepension der Domaine "Au Village" nicht mehr nur Fohlen aufgezogen, sondern zusammen mit Ruhestandspferden sowie Pferden mit haltungsbedingten Gesundheits- und Rittigkeitsproblemen gehalten werden. Als Veterinärmedizinerin und ausgebildete Tier-Osteopathin bringt Allegra Niggeler dazu die Erfahrung und Pferdeliebe mit.

Bereits während ihres Veterinärstudiums in Bern lebte Allegra Niggeler auf dem elterlichen Gutshof. Nach ihrer Ausbildung als Tier-Osteopathin setzt die junge Frau jetzt ihr eigenes Konzept um. Mit dem Umbau von Pferdepension und Fohlenweide zu einem Aktivstall PLUS wird das traditionsreiche Gut abermals ein neues Gesicht bekommen.